Inselgemeinde Langeoog
Hauptstraße 28
26465 Langeoog
de witt dohrn janßen
Generalplanung
KG 200 - 700
netto 8,23 Mio. Euro
ca. 10 Monate
2000
14.486 m²
4.616 m²
33.515 m³
949 m²
Die Inselgemeinde Langeoog mit jährlich ca. 1,5 Mio. Gästeübernachtungen hält vielfältige Fremdenverkehrseinrichtungen vor, wie einen 14 km langen Sandstrand, ein modernes Kur- und Wellnesscenter, Freizeit- und Tennisanlagen, Strandsporthallen und Kinderspielhäuser. Als weiterer Schritt zur qualitativen Verbesserung der Infrastruktur sollte das Meerwasser-Wellenbad, das seinen Ursprung im Bad Langeoog 1 aus dem Jahre 1969 hat und 1981 umgebaut und erweitert wurde, in ein modernes Freizeit- und Erlebnisbad umgewandelt werden. Nach 30-jähriger Betriebszeit war besonders der ältere Teilbereich stark sanierungsbedürftig.
Um die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung des Fremdenverkehrs für die Zukunft zu sichern, galt es, ein Freizeit- und Badeangebot bereitzustellen, das heutigen Bedürfnissen gerecht wird und Chancen bietet für zukünftige Veränderungen im Tourismuswesen. Die Planungsziele wurden wie folgt definiert:
Der Komplex des Hallenwellenbades liegt zusammen mit den anderen Infrastruktureinrichtungen am Rande das nördlichen Dünengürtels der Insel. Die Erschließung erfolgt vom Kurplatz in die große Eingangshalle mit Verteilerfunktion für die Bereiche Bad, Sauna, Fitness und Gastronomie.
Die Umgestaltung des Wellenbades stand unter dem Primat einer Anpassung an die Architektur des alten Wellenbades, das formal durchaus konsequent errichtet wurde. Mit den nach außen optisch wirksamen Um- und Erweiterungsbauten wurde die bisher sehr großmaßstäbliche Architektur durch "Applikationen", insbesondere im neuen Eingangs-, Sauna- und Kind-Eltern-Bereich, maßstabsgerechter gestaltet. Ein neues formales Thema wurde aufgenommen, das auf der Insel viele Assoziationen erweckt: der Kreisbogen. Abgeleitet von den Begriffen Welle, Segel oder Düne passt der Kreisbogen so an diesen Standort und zum Thema "Wasser". Den geschwungenen Fassaden folgen im Inneren die Beckenformen, aber auch Grundformen der Einrichtung. Neue Nutzungsangebote im Inneren werden nach außen symbolhaft dargestellt.
Über den zentralen Eingangsbereich werden alle Badbereiche erschlossen:
Die vorhandenen Baukonstruktionen konnten weitestgehend saniert werden. Anbauten wurden als Stahlkonstruktionen ausgeführt. Das Erlebnisbecken wurde als Stahlbeton–WU-Becken in das vorhandene Becken eingestellt.
Zu den wichtigsten Grundüberlegungen für das Betreiben der attraktivierten Anlage gehörte, mit einem möglichst einfachen Tarif- und Marketingkonzept folgende Ziele zu erreichen:
Das neue Meerwasser-Freizeit- und Erlebnisbad ist eine wesentliche Ergänzung der modernen Fremdenverkehrseinrichtungen geworden. Ständig steigende Besuchszahlen sowie eine hervorragende Resonanz bei der Bevölkerung und den Gästen belegen, dass die ursprünglichen Ziele erreicht wurden

